Ein Plädoyer für landwirtschaftliche Tierhaltung

cropped-Norwich_Ruesse_Großfläche1.jpgDerzeit wird immer wieder mal die landwirtschaftliche Tierhaltung in Frage gestellt. Dabei werden vor allem ethische Bedenken formuliert, die das Schlachten von Tieren grundsätzlich in Frage stellen. Darf der Mensch Tiere töten, um sich zu ernähren, ist dabei die entscheidende Frage. Aber auch die Frage, ob der Mensch tierisch Produkte überhaupt zu seiner Ernährung braucht, wird dabei aufgeworfen. Und schließlich wird tierischen Produkten ihre schlechtere Klimabilanz und der kalorische Verlust der sogenannten Veredlung vorgeworfen. Aber selbst die landwirtschaftliche Praxis wirft im Prinzip die Frage nach der Notwendigkeit der Tierhaltung auf. denn während viehlose Betriebe vor hundert Jahren quasi undenkbar waren, so wirtschaften viele sogenannte Ackerbaubetriebe heute komplett ohne Vieh und anscheinend funktioniert diese Form von Landwirtschaft ja auch.
Aus meiner Sicht geht eine solche Entwicklung aber tendenziell in die falsche Richtung und die Landwirtschaft ist langfristig ohne Tierhaltung schwierig darzustellen. Contine reading

Energieerzeugung aus Biogas nachhaltig und naturverträglich gestalten!

BiogasanlageBiogasanlagen gehören mittlerweile zu den umstrittensten Bereichen der Erneuerbaren Energien. In diesem Zusammenhang kommt deutliche Kritik sowohl aus der Landwirtschaft als auch aus dem Naturschutz. Der von der CDU-Landtagsfraktion gestellte Antrag „Zuverlässige Biogasenergiequellen im ländlichen Raum erhalten“ (Lt-Drs. 16/11435) greift nach meiner Ansicht viel zu kurz:

Unter den Betreibern älterer Biogasanlagen herrscht derzeit eine erhebliche Verunsicherung, ob ihre Anlagen über das Jahr 2020 hinaus noch eine Perspektive haben werden. Alleinige Ursache dafür ist das Nichthandeln der Bundesregierung, die die Landwirte einfach hängen lässt. Contine reading

Grüne Agrarpolitiker fordern sofortige Veränderungen in der europäischen Agrarpolitik

OstendorffNorwich_Rüße_2010Angesichts der schwierigen Lage auch der nordrhein-westfälischen Landwirtschaft fordern die grünen Agrarpolitiker Friedrich Ostendorff und Norwich Rüße gemeinsam mit weiteren Agrarpolitikern von Bündnis 90/Die Grünen umgehende Veränderungen in der europäischen Förderpolitik (siehe unten).

Friedrich Ostendorff:
„Der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft ist aktuell hochgradig gefährdet. Wir brauchen eine gerechte Verteilung der Landwirtschaftshilfen. Dass 20 Prozent der Betriebe 80 Prozent der Gelder erhalten geht nicht. Darum wollen wir, dass die Betriebsprämie viel stärker als bisher die kleineren und mittleren Betrieben unterstützt, damit wir die bäuerliche Landwirtschaft flächendeckend in Nordrhein-Westfalen erhalten.“

Norwich Rüße:
„Die gesellschaftlichen Anforderungen an die Tierhaltung sind offensichtlich und müssen schnellstmöglich umgesetzt werden. Wir müssen dafür schon jetzt parallel weitere Mittel in die Zweite Säule verlagern, um damit die tiergerechte Haltung von Kühen, Schweinen und Geflügel zu erreichen. Gerade der landwirtschaftliche Standort Nordrhein-Westfalen kann von dieser Förderung massiv profitieren. So erhalten wir unsere Tierhaltung in NRW und machen sie gleichzeitig naturverträglich und zukunftsfähig.“

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PM: Vermarktungsplattform löst Probleme am Milchmarkt nicht

Norwich_Rüße_2010Zum Vorschlag der CDU, eine Vermarktungsplattform für Milcherzeugnisse voranzutreiben, erklärt Norwich Rüße, landwirtschaftspolitischer Sprecher der GRÜNEN Fraktion im Landtag NRW:

„Die Milchbäuerinnen und Milchbauern stehen mit dem Rücken zur Wand. Ein dramatischer Preisverfall kennzeichnet die dritte Milchkrise innerhalb von nur sieben Jahren. Die von der CDU geforderte Gründung einer „Vermarktungsplattform“ ist ein alter Hut, der keine Verbesserung bringen wird. Denn gerade die großen Molkereien, die eigentlich schon eine ausreichende Marktposition erreicht haben, zeichnen sich durch besonders schlechte Auszahlungspreise aus.

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Milchbauern in der Krise unterstützen – Krisenursachen bekämpfen!

Norwich_Ruesse_Großfläche.jpgNotmaßnahmenprogramm zur Sicherung der bäuerlichen Milcherzeugung

Angesichts der anhaltenden Milchkrise erklären Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen, und Maria Heubuch, Milchbäuerin und Mitglied im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments und Norwich Rüße, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Naturschutz und Landwirtschaft der Fraktion Bündnis90/Die Grünen im Landtag Nordrhein-Westfalen:

Die Krise auf dem Milchmarkt verschärft sich weiter. Die Mengensteigerung in zahlreichen europäischen Ländern nach dem Wegfall der Milchquote und in anderen Erzeugerregionen hat zu dieser Krise geführt. Eine Trendwende ist aufgrund der weiterhin steigenden Milchmengen auf dem internationalen Markt nicht in Sicht.
Zahlreiche Betriebe haben im vergangenen Jahr aufgegeben und es ist absehbar, dass weitere Betriebe diese Krise nicht überleben werden. Wir brauchen Lösungsvorschläge, die an den Ursachen der Krise ansetzen. Contine reading

It’s the quantity, stupid!

Norwich_Rüße_2010Die erneute Milchkrise bewegt nun seit mehreren Monaten die Agrarpolitik. Auch die CDU ist aufgewacht und stellt auf einmal Anträge in den Länderparlamenten. Die CDU? Stimmt genau – das sind diejenigen, die auf Bundesebene seit 2005 in einer Bundesregierung koalieren und aus deren Schwesterpartei der derzeitige Bundeslandwirtschaftsminister Christian-”Tut-Nix”-Schmidt kommt. Eigentlich müsste ja eine kurze Rücksprache mit dem Minister reichen und die Bundesregierung könnte die richtigen Maßnahmen für die Milchbäuerinnen und Milchbauern inAngriff nehmen. Contine reading

Von Skandalen, Kontrollen, Geduldsfäden & Erwartungen

cropped-Norwich_Ruesse_Großflaeche.jpgIn der Tat reisst auch bei mir als Biobauer langsam der Geduldsfaden (“Langsam reisst der Geduldsfaden”, Kommentar von Jost Maurin, taz, 09.02.2016). Weil ich nämlich infolge der diversen Bio-Skandale und -Skandälchen in den letzten Jahren immer engere und immer intensivere Kontrollen mit immer mehr Schreibkram erleben durfte. Trotzdem hat sich anscheinend nicht viel verbessert. Wie wäre es also einfach mal, wenn stattdessen die wirklichen Ursachen in Angriff genommen würden? Jeder weiß, dass Bioware ungefähr in der Reihenfolge vertrauenswürdig ist: Deutschland/Österreich – Frankreich – Italien/Griechenland – Rumänien – China. Möglicherweise ist das auch die abnehmende Reihenfolge von Ökolandbau aus Überzeugung hin zu reiner Geschäftemacherei. Jedenfalls wissen wir ziemlich genau, wo mit häufigen und effektiven Kontrollen anzusetzen wäre bzw. aus welchen Ländern man vielleicht auch gar keine Bio-Rohstoffe beziehen sollte. Contine reading

Wenn “Freunde” gehen müssen……

cropped-Norwich_Ruesse_Großfläche1.jpgDa schaut man mal morgens so bei Facebook rein und entdeckt die folgenden zwei Postings, die mir – was Stil und Umgang angeht – doch zu denken geben. Was passiert da eigentlich gerade mit vielen Menschen – wie kann man sich derart öffentlich äußern?

[Zitatanfang]
=======█►ACHTUNG/ACHTUNG◄█=======
Hiermit fordere ich alle meine Parteigenossen der Linken auf , die diese Politik dieser Kriminellen Kanzlerin unterstützten sich von meiner Freundesliste zu verbissen.
Diese Frau ist absolut verblödet ! Contine reading

4. Grüne Artenschutzkonferenz: “Rettungsanker für den Artenschutz”, 27.02.2016 in Münster

Biene_by_Radka Schöne_pixelio.deDer Artenschutz bleibt weiterhin ein wichtiges politisches Thema. Wir werden sicherlich Jahre brauchen, bis die Verluste bei den einzelnen Arten wieder ausgeglichen und stabile Bestände erreicht sind.
Zum mittlerweile vierten Mal laden deshalb die münsterländischen Kreisverbände zur “Grünen Artenschutzkonferenz” ein. Auch diesmal haben wir wieder versucht ein spannendes Programm auf die Beine zu stellen und hoffen auf ähnlich guten Zuspruch wie in den letzten Jahren. Ganz besonders danken möchte ich an dieser Stelle Wilhelm Kraneburg, der einmal mehr die Fäden im Hintergrund gezogen und wieder einmal dafür gesorgt hat, dass wir kompetente Referenten gewinnen konnten.
Hier das Programm:
(zum Ausdruck als pdf-Dokument hier) Contine reading

CDU-Oppositionsarbeit vor Ort: Etwas Dreck wird schon hängenbleiben….

Norwich_Rüße_2010Das ist klassische CDU-Oppositionsarbeit vor Ort. Man wirft mit Dreck um sich, obwohl man genau weiß, dass die Faktenlage anders ist. Auch auf unserem grünen Neujahrsempfang hat NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens klar gestellt, dass das Land hier keine Handlungsmöglichkeiten hat. Der CDU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag, Herr Grunendahl, war anwesend – ebenso Kreisdirektor M. Sommer.
Pikant daran ist, dass die Verteilung von Geldern für “schwächelnde” Krankenhäuser in NRW nicht mehr nach Gutsherrenart verteilt werden dürfen, seit der ehemalige NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann die Finanzierung umgestellt hat. Das hat er auch richtig gemacht, weil dadurch endlich die Einflussnahme von Politikern gedämpft und die wirtschaftlichen Faktoren und die Eigenverantwortung gestärkt worden sind.
Dass die CDU vor diesem Hintergrund jetzt schon wieder behauptet, Contine reading