Privates

norwich_1Mein Name ist Norwich Rüße, ich bin 49 Jahre und verheiratet. Wir haben zwei Töchter, 19 und 14 Jahre alt. Ich bin in Steinfurt-Hollich mit drei älteren Geschwistern auf einem Bauernhof aufgewachsen. Nach dem Abitur am Gymnasium Arnoldinum in Steinfurt bin ich 1986 nach Berlin gezogen. Dort habe ich Geschichte u. Biologie an den drei Berliner Universitäten (TU, FU und HU Berlin) studiert. Nach dem Studium habe ich mehrere Jahre als Stipendiat und Wissenschaftlicher Volontär am Institut für Regionalgeschichte in Münster gearbeitet. Zwischen 2000 und 2010 war ich Kreisgeschäftsführer des grünen Kreisverbandes Steinfurt.

JD_965Unseren Bauernhof bewirtschafte ich im Nebenerwerb – seit 2001 nach den Richtlinien des Bioland-Verbandes. Neben 30 Hektar Nutzfläche (18 ha Ackerland und 12 ha Grünland) halten wir Schweine und Hereford-Rinder auf unserem Hof. Einen Betriebsspiegel finden Sie hier: Betriebsspiegel Bioland-Hof Rüße

Bei den Grünen bin ich seit 1998 Mitglied. Ich war lange Jahre OV-Sprecher in Steinfurt und habe seit 1997 als Sachkundiger Bürger in der Ratsfraktion in Steinfurt mitgearbeitet und war von 2004 bis 2009 auch im Rat der Stadt Steinfurt.

Mein politischer Schwerpunkt lag allerdings in der Kreispolitik. Hier war ich seit dem Jahr 2000 Mitglied der Kreistagsfraktion und seit 2004 auch ordentliches Kreistagsmitglied. Dabei bildeten Umwelt- und Agrarpolitik den Mittelpunkt meines politischen Interesses. Nach dem Wechsel in die Landespolitik habe ich mein Kreistagsmandat zurückgegeben, weil ich mich auf einen Bereich konzentrieren möchte. Ich bin mit der Fraktion allerdings noch als Sachkundiger Bürger für den Umweltbereich verbunden.

DSC_3645_kleinerErstmals wurde ich mit der Landtagswahl 2010 Mitglied des nordrhein-westfälischen Landtages. Im Jahr 2012 wurde ich erneut in den Landtag gewählt. Ich vertrete dort für die Grünen die Politikbereiche Naturschutz, Landwirtschaft, Tierschutz und Ernährung. Ich bin Mitglied im Auschuss des Landtags für Umwelt, Landwirtschaft, Klimaschutz, Naturschutz, Verbraucherschutz. Regional bin ich zuständig für die Kreise Steinfurt, Coefeld und Borken.

32 thoughts on “Privates

  1. Guten Tag Herr Rüße,

    eben habe ich den Brief von Herrn Minister Remmel bekommen. Er schlägt Sie als Nachfolger für die grüne Landtagsfraktion vor. Herzlichen Dank für Ihre Bereitschaft beim Verein STADT UND LAND Mitglied zu werden.
    Ich werde jetzt das schriftliche Aufnahmeverfahren auf den Weg bringen. Gleichzeitig erhalten Sie einen Infobrief von uns mit diversen internen Daten.
    Auf gute Zusammenarbeit!
    Ingrid Gertz-Rotermund, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied

  2. ja, ich finde es gut. Aber Sie müssten sich auch, ehrlich für Ihre Patei und ihrer Einstellung einsetzen.
    Es wäre schön, wenn Sie es auch für den Tierschutz täten.
    Da ich immer gedacht habe, Ihre Partei wäre voll auf der Seite der Tierschützer, wollte ich schon Ihrer Partei beitreten. Aber ihre letzte Äußerung im Sinne des Landeshundegesetzes NRW. Hatte mich bewegt es nicht zu tun.

  3. Hallo Herr Rüsse,
    zufällig fand ich Ihre Rede zur Hofabgabeklausel auf You Tube.
    Vielen Dank dafür.
    Als kinderloser Landwirt habe ich zum
    Glück einen Neffen, der sich für den Beruf
    interessiert und gegenwärtig Produktions-gartenbau studiert. Praktika werden sich
    anschließen. Bis er den Betrieb in der dann geänderten Ausrichtung übernehmen
    könnte, wird noch Zeit vergehen.Ich kann
    auch zwischenzeitlich Teilflächen jährlich zum Kartoffelanbau verpachten.
    ABER DOCH NICHT FEST FÜR NEUN JAHRE! wie es für die Altersrente gefordert wird. Wenn mein Neffe z,B. in
    drei Jahren “einsteigen” will, wäre ihm das
    durch den langfristigen Pachtvertrag verwehrt. Ich bin z.Zt. 69 Jahre alt und
    habe noch keinen Cent Altersgeld gesehen, obwohl ich zwangsweise 40 Jahre lang Alterskassenbeiträge gezahlt
    habe. Und außerdem: Sollen die Landwirte
    die ab 65 Jahren noch keinen Nachfolger
    haben,aber sich noch diverse Optionen
    offen halten wollen, dafür mit Renten-
    verweigerung bestraft werden?
    Im Versicherungswesen werden dem-
    nächst wegen angeblicher Diskreminier-
    ung sogenannte Unisextarife eingeführt.
    Die Hofabgabeklausel ist auch eine
    Diskreminierung, besonders von allein-
    stehenden Landwirten!
    Sie gehört deshalb abgeschafft!
    MfG
    Jürgen Meyer

  4. Hallo Norwich,
    gestern traf ich im Bagno ein Paar
    die nach den fertig gebauten Luxuswohnungen in ST ausfragen wollten.
    Im ersten Moment war ich überfragt.
    Dann kam mir die Kommende und die preisgekrönten Häuser gegenüber dem
    runden Altbau, der im Moment ein Gerüst besitzt (Dauerbaustelle).
    In ST wie in D scheint es in den letzten Jahren neben undurchdachten Großprojekten nur im betreuten Wohnungsbau oder in Luxuswohnungen investiert zu werden. Sozialwohnungen fehlanzeige. Ich war mit dem Hund (lebt nach Mutters Schlaganfall vor einem Lahr bei mir) im Y-Haus. Die Außenfassade wurde gedämmt und bunt. Ich war kurz drin was soll ich sagen: Innen ist bis auf den neu gefließten Eingangsbereich alles gleich geblieben selbst der Geruch.
    Ich hoffe es geht Dir gut und Du bist gesund, das ist das wichtigste.
    Ansonsten hast in D verloren, wenn Du keine Beziehungen oder keine Besitztümer hast, egal ob erwirtschaftet oder nicht.
    Erstaunlich das nun nach ? Jahrzehnten den Reichen die Steuerflucht entzogen werden soll.
    Wirklich? Oder nur Gerede oder um der Allgemeinheit zu suggerieren, daß es gerechter zugehen soll?
    War gestern zun 6Wochen Seelenamt in der Kirche. Sehr dröge, kein Wunder dass die Jugend außer den Messdienern, abgesehen von mir, nicht anwesend war. Kurz vor Ende der Messe fiel dem weißen Mann noch ein, daß der Inhalt des Klingelbeutels, der schwach gefüllt war, für die eigene Gemeinde gewesen sei.
    Apropo Kiste: Die kath. Kirche schmeist die immer angesprochende Jugend aus ihrem eigenem Haus es gibt noch keinen alternativen Standort. Wollte mich schon längst mal melden.
    Du kennst meine Standpunkte.
    Warte auf Anmerkungsoffensiven von Bögel SV etc.. Kann Lindnern Ausführungen und Ansichten kaum ertragen, fürchte das die die 5% locker schaffen. Die Heute Show und die sogenannten Massenmedien werden es schon bewirken.
    Von dem SPD Kandidaten einmal abgesehen; bin schon jetzt frustriert.
    Bin bald am Ende, wie heißt es alles hätte seine Vorteile.
    Bis dann
    Gruß Edgar

  5. Vermutlich wissen Sie selber sehr gut, was Massentierhaltung ist. Wir alle haben nämlich ziemlich genaue Vorstellungen davon, was eine normale, bäuerliche Tierhaltung ist und was demgegenüber Massentierhaltung ist. Massentierhaltung ist die Haltung von Tieren in Größenordnungen, die nur möglich sind, weil extrem arbeitssparende Technik (Vollspaltenböden, automatische Fütterung etc.) eingesetzt wird und gleichzeitig die Bestände mit Antibiotika und anderen Arzneimitteln präventiv stabil gehalten werden.
    Die schematische, präventive Behandlung ersetzt das betreuende Auge des Bauern, was bei den riesigen Stückzahlen wohl auch nicht anders funktioniert. Das führt jedoch dazu, dass immer wieder präventiv Medikamente gegeben werden, obwohl keine Erkrankung vorliegt.
    Und die arbeitssparende Technik ist deshalb problematisch, weil sie dem Tier nicht gerecht wird (Stichworte: Schnabelkürzen, Schwänze kupieren). Die extremen Besatzdichten in der Schweinemast wären ohne Vollspaltenböden gar nicht möglich. Ein Platzangebot von 0,75 qm pro Schwein über 50 kg sind ein Witz.
    Deshalb lehnen wir eine solche Haltung ab.

  6. Es tut mir leid Ihnen das so sagen zu können, aber ich arbeite als Betriebshelfer im Kreis Steinfurt. Während meiner gesamten Arbeits- und auch Ausbildungszeit habe ich nie auf Betrieben gearbeitet, in denen “PRÄVENTIV” Antibiotika verabreicht wurde.
    Eine automatische Fütterung ist für Tier und Mensch gleichermaßen gut. Der Mensch spart die Rückenzerende Schlepperei und die Tiere in einem Abteil bekommen gleichzeitig Futter, so dass die Tiere keinen Futterneid bekommen, da andere Buchten schon ihre Ration erhalten haben, selbst allerdings noch nicht.

    0,75m²/Tier *25 Tiere=18,75m² Jetzt setzten Sie sich mal bitte eine Stunde in einen Schulbus der zur ersten Stunde in Münster sein soll.

    Lesen Sie bitte dazu auch TierSchNutztV
    § 3 Allgemeine Anforderungen an Haltungseinrichtungen
    2) Haltungseinrichtungen müssen

    1.
    nach ihrer Bauweise, den verwendeten Materialien und ihrem Zustand so beschaffen sein, dass eine Verletzung oder sonstige Gefährdung der Gesundheit der Tiere so sicher ausgeschlossen wird, wie dies nach dem Stand der Technik möglich ist;
    2.
    mit Fütterungs- und Tränkeinrichtungen ausgestattet sein, die so beschaffen und angeordnet sind, dass jedem Tier Zugang zu einer ausreichenden Menge Futter und Wasser gewährt wird und dass Verunreinigungen des Futters und des Wassers sowie Auseinandersetzungen zwischen den Tieren auf ein Mindestmaß begrenzt werden;
    3.
    so ausgestattet sein, dass den Tieren, soweit für den Erhalt der Gesundheit erforderlich, ausreichend Schutz vor widrigen Witterungseinflüssen geboten wird und die Tiere, soweit möglich, vor Beutegreifern geschützt werden, wobei es im Fall eines Auslaufes ausreicht, wenn den Nutztieren Möglichkeiten zum Unterstellen geboten werden. (Gilt das bei Mutterkühen auch?)

    § 4 (1) Wer Nutztiere hält, hat vorbehaltlich der Vorschriften der Abschnitte 2 bis 6 sicherzustellen, dass 10.
    die Haltungseinrichtung sauber gehalten wird, insbesondere Ausscheidungen so oft wie nötig entfernt werden, und Gebäudeteile, Ausrüstungen und Geräte, mit denen die Tiere in Berührung kommen, in angemessenen Abständen gereinigt und erforderlichenfalls desinfiziert werden. (Vollspaltenboden, sonst kann ich bei einem 200er Maststall, wenn ich hinten fertig bin, gleich vorne wieder anfangen mit Gülleschieben)

    Aber wenn Sie für frierende, in ihrem eigenem Kot liegende, dadurch Krankheiten übertagende Tiere sind ist das Ihre Sache.

  7. Lieber Herr Rottmann,
    es kann sein, dass Sie glauben, dass niemals präventiv Antibiotika eingesetzt wird. Allerdings ergibt die Antibiotikastudie des LANUV NRW ebneso wie die entsprechende Studie des niedersächsischen LAVES ein anderes Bild.
    Beide Studien ergeben ganz klar, dass Antibiotika systematisch eingesetzt wird, bis hin zu dem Verdacht, dass eine mastfördernde Wirkung beabsichtigt ist.
    Die Frage ist ja auch, ob eine Medikamentengabe über das Futter nicht insofern ein präventiver Einsatz ist, weil neben erkrankten Tieren auch immer gesunde Tiere mitbehandelt werden.
    Der Vergleich mit dem Schulbus hinkt aus meiner Sicht erheblich. Und zwar ganz einfach deshalb, weil dann gegebenenfalls die Zustände in den Schulbussen zu ändern sind. Keinesfalls kann das jedenfalls dazu dienen, derart beengte Verhältnisse in Schweineställen, wie wir sie heute haben, zu entschuldigen. Im Zweifelsfall hat das Schulkind ja noch das Glück, täglich nur 1-2 Stunden solchen Verhältnissen ausgesetzt zu werden, die Schweine leben Tag für Tag und rund um die Uhr so beengt.
    Automatische Fütterungen und Entmistungssysteme sind immer dann gut, wenn sie den Menschen entlasten, aber nicht zu einer Überforderung der Tiere führen.
    Ich empfehle einen ergänzenden Blick in die europäische Schweinehaltungsrichtlinie, die die zukünftigen Maßstäbe setzt:
    http://ec.europa.eu/food/animal/welfare/farm/pigs_de.htm
    Insbesondere die Punkte Kupierverbot, getrennte Funktionsbereiche sowie ganz besonders die Forderung „Zugang zu ausreichenden Mengen an Materialien haben, die sie untersuchen und bewegen können“ werden von derzeit üblichn Ställen nicht erfüllt.
    Deshalb wird es in Zukunft weitere Veränderungen in der Schweinehaltung geben, die zu mehr Platz und auch zu einem Angebot von Rauhfutter und ausreichend Wühlmaterial führen werden.

  8. Das ist wie Sie schon sagen ein Verdacht, wichtig ist es doch Tiere, die krank sind zu behandeln und das dann Buchtengenossen mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits angesteckt wurden, allerdings noch in der Inkubationszeit sind und deshalb behandelt werden nur logisch.

    Dann nehmen wir eben Klassenzimmer, die Tiere sind aber nicht beengt

    Was denn jetzt Stroh/ Raufutter mit dem Kupierverbot zu tun? Fragen Sie bitte mal auf Haus Düsse im Ökostall nach, ob dies allein ausreicht.

  9. ich weiß nur das es meinen Tieren gut geht und weil es ihnen gut fressen sie auch genug und schaffen dadurch “reserven”.
    Tiere denen es nicht gut geht sind nicht leistungsbereit.

  10. Lieber Herr Rottmann,
    ich kann nicht auf jeden Beitrag reagieren. Dazu fehlt mir die Zeit. Den direkten Zusammenhang zwischen Leistung und Wohlbefinden der Tiere sehe ich allerdings nicht. Man kann Legehennen in Käfigen halten und sie geben trotzdem jede Menge Eier. Dass Käfige den Bedürfnissen der Hühner entsprechen, glaube ich aber nicht.
    Und auch die Haltungsbedingungen in der Hähnchenmast, Bullenmast oder Schweinemast sind aus meiner Sicht nicht so, dass die Tiere sich wohlfühlen können. Trotzdem nehmen sie in Rekordzeit zu…

  11. klar gibt es da einen zusammenhang

    wenn ich mir zum beispiel von unausgebildeten personen erzählen lassen muss das ich meine arbeit falsch mache fühle ich mich schlecht. Dadurch nimmt meine arbeitsleistung ab. Spricht ein vorgesetzter mir ein lob aus bekomme ich logischerweise ein gute gefühl. hierdurchbeflügelt geht es auch mit mehr elan dabei.

    was wollen sie den landwirten vorwerfen? das sie ihre ställe zu sehr reinigen und eine strenge betriebshygiene einhalten um keine unerwünschten keime an die tiere zu lassen, wodurch deren leistung sinkt?

    Oder doch das sie eine ausgewogene Futterversorgung mit genügend Protein und essenziellen aminosäuren sicherstellen?

    ein homogenes stallklima sicherstellen?

    ich weiß nicht was an der heutigen haltung falsch ist

    man lernt immer dazu züchtet weiter und entwickelt das war schon vor 10, 40, 60, 100 und 1000 jahren so in der traditionellen landwirtschaft

  12. Lieber Herr Rottmann,
    man muss als Landwirt Kritik aushalten. Wenn Sie allerdings nicht verstehen, warum die “moderne” Haltung für falsch gehalten wird, kann ich Ihnen auch nicht helfen. Ich finde, man kann immer argumentieren, dass man unter Konkurrenzdruck steht, dass der Gewinn pro Tier zu gering ist, um mehr für die Tiere zu tun usw.
    Aber die Behauptung, dass das alles richtig ist, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Da stehen sie auch unter Landwirten ziemlich alleine da…

  13. sind sie sich da wirklich sicher?

    es kann auf jeden fall nicht richtig sein Tiere in verpilztem Stroh laufen zu lassen und nicht genügend Eiweiß für deren Entwicklung zu füttern.

    Wer Ahnung von der gängigen Praxis hat berichtet darüber nicht negativ.

  14. Doch – natürlich. Bei mir wird nicht zensiert. Dauert nur manchmal etwas mit der Freigabe, weil das hier eine von mir selbst betriebene Website ist und ich auch noch ein paar andere Dinge zu erledigen habe. Tut mir auch leid, aber so ist es halt.

  15. Ja, ja, das “verpilzte Stroh” und das “Müsli mit dem Mutterkorn”. Da Sie sich ja anscheinend gut auskennen, müssten Sie eigentlich wissen, dass Pilzerkrankungen im Ökolandbau signifikant unterhalb der Werte liegen, die im konventionellen Getreideanbau trotz(!) PSM-Einsatz auftreten. Das liegt ganz einfach daran, dass die Bestände nicht so dicht wachsen, so dass das Milieu für Pilze nicht optimal ist.

  16. mutterkorn kommt logischerweise davon, das einige roggenblütenstäde sich nicht befruchten um das an dieser stelle einmal klar zu stellen

    das stroh kann ja noch so pilzfrei aus dem mähdrescher kommen, wenn es dann aber 2 wochen direkt danach regnet ist es mir lieber wenn die tiere auf einem sauberen boden gelegen haben als in diesem “kompost”. Auch haben die Tiere so den geringsten kontakt mit ihren eigenen Ausscheidungen, da diese kontinuierlich abfließen können.

    Wer Ahnung von der gängigen Praxis hat berichtet darüber nicht negativ.

  17. Wir beide werden uns wohl nicht einigen können. Für mich ist Stroh die ideale Unterlage für Schweine und gleichzeitig ein tolles Beschäftigungsmaterial. Im Anschluss hat man wertvollen Mist, der gegenüber der Gülle mehrere Vorteile besitzt: riecht besser, pflanzenbaulich vorteilhaft (Humus) und weniger problematisch bezüglich der Grundwasserverschmutzung mit Nitrat.
    Ich habe übrigens noch kein Stroh gepresst, dass vorher zwei Wochen lang im Regen gelegen hätte. Das kommt doch heute wegen der leistungsstarken Großballen- und Rundballenpressen gar nicht mehr vor.

  18. Das ist durchaus möglich.
    Was denn daran pflanzenbaulich vorteilhaft? Gülle wird mit schleppschläuchen verteilt oder in den Boden injeziert in stehenden Beständen, wenn diese einen Düngebedarf haben und zeitnah. Wenn ich Mist auf einen stehenden Getreidebestand streue habe ich eine Matte über dem Bestand und der Pflanzenschutz funtioniert nicht mehr im ausreichendem Maße. Wird der Mist vor der Saat ausgebracht, freuen sich die Wasserwerker über ihr Nitrat. So gut riecht Mist jetzt auch nicht, ob jetzt Schweinegülle oder Mist als Aussenstehender egal, nur den Mist kann man nun mal nicht bodennah ausbringen, schon gar nicht so genau wie mit Schleppschläuchen. Beim Humus ist es ja auch egal ob das Stroh den Acker einmal verlassen hat und wieder zurück kommt oder ob der Mähdrescher es direkt verteilt. Noch einmal zum Thema Nitrat: wie sieht es mit der Lagerung von Mist aus? Oft sieht man doch Haufen einfach auf den Acker gekippt. nach 1 bis 2 Schauern Regen baucht dadrunter auch niemand mehr eine N-min Probe ziehen, die Wasserwerker lassen grüßen.

    Das letzte was in deutschland plan- oder gar steuerbar ist, ist nun mal das Wetter. Die letzten Jahre wirds halt immer unbeständiger, da muss dann bis zum Regen gedroschen werden, um trockene Körner zu ernten. Denn niemand weiß in der Regel wann es wieder trocken genug ist und bevor das HAUPTERNTEGUT auf dem Felde vergammelt, das Stroh übrigens mit, ist es immer noch besser wenn nur das bischen Stroh nichts mehr wert ist, denn von Stroh kann sich kein Mensch ernähren und durchs Schwein gehts auch nur durch.

  19. Lieber Herr Rüße,

    ich bewundere Ihre Geduld, sich den uneinsichtigen und Argumenten durch strikte Ablehnung und Klammern an die derzeit gelebte Praxis in der konventionellen Landwirtschaft, entziehenden Herrn Rottmann so ausgiebig zu widmen.
    Ich habe noch keinen “zukunftsfähigen Landwirtschaftsbetrieb” gesehen, der verpilztes Stroh seinen Schweinen einstreut. Ich weiß durch persönlichen Kontakt, dass Hafer gerne mehr für die Sauenfütterung von den Kraftfuttermischwerken eingesetzt würde, wenn er den konventionell in einer kontinuierlich pilzarmen Qualität angebaut werden würde….
    Im Futter machen Pilzgifte (u.a. Fusariosen dank Pseudofruchtfolgen mit extremen Mais- und Weizenanteilen, gepaart mit kurzstrohigen Sorten)ganz erheblich zu schaffen, weil sie gesundheits-/fruchtbarkeitsmindernd im Schwein wirken.

    Wie geschrieben: Hut ab vor Ihrer Hingabe, Ihre Einschätzung für die zukünftige Landwirtschaft zu erklären. Leider sind manche Berufskollegen dermaßen “zugemüllt” von einseiter, nicht objektiver Argumentation, dass ich den Eindruck habe, dass man seine Zeit sinnvoller verbringen kann, als weiterhin auf taube Ohren einzureden.

    P.S. wie stehen Sie persönlich zur Novellierung des Landesjagdgesetzes NRW, was hat Ihr Kollege Remmel da wirklich vor? Hier machen sich immer größere Schwärme Krähen und Dohlen über unsere Äcker her und man bekommt nicht mal Ausnahmegenehmigungen für den Abschuss außerhalb der Schonzeit, um seine Felder vor diesen “plündernden Meuten” zu schützen. Was meinen Sie was ein Krähenschwarm von 100-400 Tieren von der Frühjahrsausaat übrig lässt, wenn rundrum nur Wintergetreide und gebeizter Mais als Alternative zur Verfügung ist. Diese Politik des Schutzes solcher “schützenswerten Arten” torpediert massiv vor allem kleinbäuerliche und ökologische Betriebe.

  20. Lieber Herr Rolfsmeyer,
    vielen Dank für Ihren Beitrag. In der Tat verwundert es mich auch, wie wenig selbstkritisch viele Bauern mit dem umgehen, was sie tagtäglich tun bzw. tun müssen, um mitzuhalten. Man kann als Landwirt sicher gut begründen, warum man gezwungen ist, bestimmte Dinge zu tun (z.B. immer mehr Tiere zu halten, immer stärker auf ganz wenige Ackerfrüchte zu setzen), das dann aber auch noch gut zu finden? Na ja.
    Zur Ihrer Frage des Jagdrechts: Hier wird sich aus meiner Sicht nicht so viel verändern, wie die Spitze des Landesjagdverbandes behauptet. Demnach wird es ja bald gar keine Jagd mehr geben. Das ist aber völliger Quatsch, es sei denn, die Landwirtschaft ruiniert die Lebensbedingungen für das Wild weiter wie bisher. Dann erübrigt sich die Jagd von selbst.
    Ändern wird sich mit Sicherheit etwas beim Abschuss von Haustieren und bei der Frage Baujagd/Fallenjagd. Hier geht es darum, den Artikel 20a GG: “Der Staat schützt auch in Verantwortung für die künftigen Generationen die natürlichen Lebensgrundlagen und die Tiere im Rahmen der verfassungsmäßigen Ordnung durch die Gesetzgebung und nach Maßgabe von Gesetz und Recht durch die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung.” umzusetzen. Entscheidend sind hier die drei Worte “und die Tiere”, die 2002 eingefügt worden sind.
    Daraus ergibt sich aus unserer Sicht, dass das Töten eines Tieres nur dann zu rechtfertigen ist, wenn das Tier genutzt wird (also als Nahrung oder eventuell das Fell). Töten für ein paar Federn geht eben nicht. Es ist auch meine feste Überzeugung, dass hier Neuregelungen die gesellschaftliche Akzeptanz der Jagd deutlich erhöhen wird. Das wiederum sichert letztlich die Jagd.
    Überpopulationen, wie wir sie beim Schwarzwild, teilweise auch beim Rotwild, aber regional auch bei Krähen und Dohlen haben, sind sicher ein Problem. Bei Krähen und Dohlen ist hier nach meiner Kenntnis mit der Jagd wenig zu machen, weil sie nach meiner Kenntnis nicht zu den jagdbaren Arten gehören und darüber hinaus durch das Naturschutzgesetz geschützt sind. Überpopulationen können also nur vergrämt werden. Wobei ich aus eigener Erfahrung weiß, wie schwierig es ist, einen Acker mit ungebeizten Mais- oder Erbsenkörnern vor Vögeln zu schützen.
    Weil die Bestände zwar örtlich teilweise sehr hoch sind, dies jedoch insgesamt – also in ganz NRW oder auch auf Deutschland bezogen – nicht der Fall ist, werden die Populationen auch nur sehr regional (Teile des Münsterlandes; gelegentlich in Städten) als Problem wahrgenommen.

  21. die krähen sind nicht das problem eher die möwen die beim pflügen kommen wenn da 5-6 krähen sind aber mindesten 70 möwen is der hauptschuldige klar.

  22. taube ohren ich lese hier von 4 tauben ohren

  23. und was ist mit dem stroh was zur zeit auf den feldern liegt?

  24. was is da am 5 märz fürn schund geschrieben worden?

  25. Das Stroh ist überhaupt kein Problem. Einmal streuen, ordentlich trocknen lassen und fertig. Oder sollte man etwa das Getreide nicht auch gleich besser in die Biogasanlage stecken?

  26. Was Getreide luftdicht lagern, trocknen oder mit Säure konservieren, wie in der Berufsschule gelernt. Dann kann man das auch das ganze Jahr verfüttern.

    Einmal streuen? Was hilft das, wenn der Boden auf dem die Schwaden liegen würden eine Bodenfeuchte von 110% hat, das Korn aber trocken ist und von unten das Unkraut hochwächst? Lieber trocknen als auswachsen lassen.

  27. gut wenn man nicht auf das stroh von dem getreide was jetzt noch steht zum einstreuen angewiesen ist.

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