Wie geht die Landesregierung gegen unrechtmäßige Tierversuche vor?

Seit Jahren steht das Tierversuchslabor LPT in der Hansestadt Hamburg immer wieder aufgrund von Tierschutzverstößen in der Kritik. Im Oktober haben verdeckt gedrehte Filmaufnahmen erneut massive Rechtsbrüche und Tierquälereien aufgedeckt. Dies hatte den größten Protest gegen Tierversuche in der deutschen Geschichte zur Folge, mit der Konsequenz, dass das Labor für Affen, Hunde und Katzen in Mienenbüttel bei Harburg im kommenden Jahr geschlossen wird.

Im Zusammenhang mit diesen Vorfällen geraten nun auch andere Standorte von Tierversuchslaboren unter Druck, so auch das Labor des amerikanischen Unternehmens Covance in Münster. Zwei Drittel aller Affenversuche in Deutschland werden hier jährlich durchgeführt, dabei hat sich das Unternehmen auf Fortpflanzungs-Giftigkeitstests an Affen spezialisiert. Dabei werden u.a. schwangeren Affen Substanzen über verschiedene Zeiträume verabreicht und anschließend getötet, um auch die Embryonen bzw. Babys entnehmen und untersuchen zu können. 2003 haben Undercover-Recherchen verstörende Bilder ähnlich denen des LPT überliefert, die damals auch im Landtag von Nordrhein-Westfalen diskutiert worden sind.

Das Unternehmen Covance plant nun eine Erweiterung seiner Kapazitäten am Standort Münster, wodurch zukünftig mehr Affenversuche stattfinden werden. Diese Pläne werden durch Proteste in der Zivilgesellschaft kritisch begleitet.

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