Landesregierung tut zu wenig zum Erhalt der Artenvielfalt

Der Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz hat sich Ende Januar in einer Sachverständigenanhörung mit dem Antrag von SPD und GRÜNEN „Artenvielfalt in NRW schützen – Landesnaturschutzgesetz erhalten“ befasst. Dazu erklärt Norwich Rüße, Sprecher für Landwirtschaft und Naturschutz der GRÜNEN Fraktion im Landtag NRW:

„Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Naturschutz haben einmal mehr bestätigt, wie dramatisch der Verlust an Arten auch in NRW bereits heute ist. Die Zahl der Insekten ist drastisch zurückgegangen und auch viele Vogelarten sind in der Folge massiv bedroht oder bereits ausgestorben. Diese Verluste zeigen: Es besteht enormer Handlungsdruck zum Erhalt der Artenvielfalt. Die Landesregierung bekämpft das Artensterben jedoch bisher nicht ausreichend.

Insbesondere die Zerschneidung von Flächen, die Ausbreitung von Monokulturen, sowie der Einsatz von Pestiziden und Neonicotinoiden in der Landwirtschaft sind maßgebliche Treiber für das massive Insektensterben. Zum wiederholten Male haben Vertreter des Naturschutzes und der Landwirtschaft gleichermaßen die zunehmende Versiegelung von Flächen kritisiert. CDU und FDP hingegen haben mit der Novellierung des Landesentwicklungsplans jegliches Ziel des Flächensparens aufgegeben. Statt sich ernsthaft für den Artenschutz einzusetzen, befördert die schwarz-gelbe Landesregierung den Verlust der Biodiversität damit noch.

Wir fordern die Landesregierung auf, angesichts der dramatischen Lage umgehend zu handeln und NRW zum Artenschutzland Nr. 1 zu machen. Das Landesnaturschutzgesetz muss in seiner jetzigen Form erhalten bleiben. CDU und FDP müssen darüber hinaus wirksame Maßnahmen zur Reduzierung des Flächenverbrauchs ergreifen und zusätzlich ausreichend Finanzmittel bereitstellen, um die Landwirtschaft und den Naturschutz vor Ort zu unterstützen.“

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