Norwich Rüße: „Planungspolitik nach Gutsherrenart“

„Grundsätzlich sind dort nur Ansiedlungen zulässig, die der festgelegten Zweckbindung des etwa 200 Hektar großen Gewerbegebietes entsprechen“, erklärt Norwich Rüße in einer Pressemitteilung. In einer kleinen Anfrage hat er das Thema jetzt auch im Landtag vorgetragen.

Das Thema ist in Greven bekannt: Mit der Festlegung auf flughafenaffines Gewerbe können im Airportpark nur Firmen angesiedelt werden, die zwingend auf die räumliche Nähe zum Flughafen für ihre Produktion oder ihre Dienstleistungen angewiesen sind. Durch diese strikte Festlegung im Regionalplan sollte auch jegliche Konkurrenz zu Gewerbegebieten benachbarter Kommunen unterbunden werden, so Rüße. Contine reading

Verlängerung der betäubungslosen Kastration nicht nachvollziehbar!

Der Vorstoß der Bundestagsfraktionen von SPD und CDU zur Verlängerung der betäubungslosen Kastration männlicher Ferkel ist absolut unverständlich. SPD und CDU im Bundestag wollen, dass männliche Ferkel in Deutschland noch bis zum Jahr 2021 ohne Betäubung kastriert werden können.
Anstatt das äußerst schmerzhafte Kastrieren ohne Betäubung nochmals um zwei Jahre zu verlängern, sollte die Bundesregierung endlich damit anfangen, die betroffenen Betriebe auf das Ende der betäubungslosen Kastration vorzubereiten. Dazu braucht es rechtliche Klarheit für mögliche Betäubungsverfahren, Beratungsangebote und auch eine finanzielle Unterstützung für die Betriebe. Contine reading

Weltbienentag – eine Chance, Bienen & Insekten eine Stimme zu geben!

Seit Jahren nehmen wir zur Kenntnis, wie sich eine Tierart nach der anderen auf roten Listen wiederfindet, weil ihr Bestand auf ein existenzbedrohendes Minimum reduziert wurde. Diesen Rückgang konnten wir in den letzten Jahren bei vielen Vogelarten, aber auch bei Insekten und insbesondere den Wildbienenarten beobachten. Diese Verluste können wir auch unmittelbar in unserer Umgebung wahrnehmen – so stimmen beim morgendlichen Vogelkonzert in einigen Regionen immer weniger Arten mit ein und selbst die Autoscheiben waren in den letzten Jahren auf längeren Reisen nicht von Insekten übersät. Das alles sind Indizien für diesen Rückgang, dessen Folgen für das gesamte Ökosystem äußerst problematisch sind. Contine reading

Warum eine „Melde-App“ der falsche Weg ist – ein Offener Brief an die Grünen in Fintel….

Liebe Grüne in Fintel,

ich habe gestern erfahren, dass Ihr eine App erstellt habt, mit der man Umweltvergehen anonym melden kann.

Bei aller Wut, die man verständlicherweise haben kann, wenn vielleicht jemand sich nicht so verhält wie es sein sollte, so finde ich diesen – Euren – Weg vollkommen falsch. Zum einen finde ich ihn historisch bedenklich, weil er tatsächlich an die Blockwartzeiten in der DDR oder auch noch davor erinnert. Ich finde, dass jede/r den Arsch in der Hose haben sollte und Vergehen unmittelbar an die zuständigen Behörden melden sollte. Davor allerdings hielte ich es persönlich immer für sinnvoll, den direkten Austausch mit dem „Übeltäter“ zu suchen, denn nicht jeder vermeintliche Fehler ist ein Fehler und eine tatsächliche Verfehlung beruht oft nicht auf einem vorsätzlichen oder fahrlässigen Vergehen und manchmal lassen sich die Dinge auch in einem kurzen Gespräch klären. Contine reading

Newsletter Landwirtschafts-, Naturschutz- und Tierschutzpolitik Februar 2018

Liebe Freundinnen und Freunde,
sehr geehrte Damen und Herren,
traditionell steht für Agrarpolitiker*innen zu Jahresbeginn ein Besuch der „Grünen Woche“ an. Diese Messe steht seit Jahren im Zwiespalt zwischen der klassischen Leistungsshow des Agrarsektors und der immer stärkeren Debatte über die Art und Weise, wie die Landwirtschaft mit Tieren, Böden und Umwelt umgeht. Auch diesmal haben vor diesem Hintergrund wieder über 30.000 Menschen in Berlin für eine andere, bessere Landwirtschaft demonstriert.
Diese große Demo ist Ausdruck davon, dass die Gesellschaft eine andere Agrarpolitik will und der Wandel hin zu mehr Umwelt- und Tierschutz in der Landwirtschaft endlich angegangen werden muss. Wer sich die Positionen der Bundes- und Landesregierung ansieht, muss allerdings ernüchtert feststellen, dass von deren Akteur*innen keine positiven Impulse zu erwarten sind.
Denn mittlerweile ist die CDU/FDP-Landesregierung seit über einem halben Jahr im Amt und Impulse für den Naturschutz oder für eine umweltverträgliche Landwirtschaft bleiben leider komplett aus. Angesichts der großen Herausforderungen im Artenschutz, Umweltschutz und in der Landwirtschaft, zum Beispiel bei Strukturwandel sowie bei der Tierhaltung, ist ein solcher Stillstand vollkommen inakzeptabel. Contine reading

Neue Stoffstrombilanz – eine verpasste Chance für den Umweltschutz

Mit der heutigen Entscheidung im Bundesrat nimmt die jahrelange Debatte um die Düngeverordnung ein Ende – allerdings ein enttäuschendes. So wichtig eine Stoffstrombilanz ist, so unzureichend ist nun deren finale Ausgestaltung.

Durch die Stoffstrombilanz sollen Betriebe künftig die zugeführten und abgegebenen Mengen an Stickstoff und Phosphor bilanzieren und bewerten. Dabei müssen sie Nährstoffe, die sie zum Beispiel durch Futtermittel und Saatgut ihrem Betrieb zuführen, dokumentieren und mit den Mengen vergleichen, die über pflanzliche und tierische Erzeugnisse wie Gülle, Wirtschaftsdünger, Futtermittel, Saatgut und Nutztiere den Hof wieder verlassen. Contine reading

Sondermülldeponie Ochtrup – eine teure & gefährliche Altlast im Kreis Steinfurt

Die Sondermülldeponie in Ochtrup ist in den letzten Jahren immer wieder in den Schlagzeilen gewesen. Im Jahr 2006 der Unfall, bei dem zwei Arbeiter zu Tode gekommen sind, dann die Insolvenz der Betreiberfirma im Jahr 2015. Und natürlich immer wieder Gerüchte über eine mögliche Gefährdung von Umwelt und Grundwasser durch die Giftstoffe, die auf der Deponie in einer alten Tongrube eingelagert wurden.
Vor diesem Hintergrund habe ich eine Kleine Anfrage zur Sondermülldeponie Ochtrup an die Landesregierung gestellt, um Klarheit über die Folgen der Insolvenz für das Land NRW sowie über die potenziellen Umweltgefahren zu bekommen. Contine reading

Zweckentfremdung des Airport-Parks….?

Norwich_Ruesse_LTW_2017_kleinManchmal fragt man sich ja schon, ob es eigentlich noch dreister geht…?
Damit meine ich die Ansiedlung von Gewerbe am Airport-Park am Flughafen Münster-Osnabrück. Seinerzeit ziemlich überdimensioniert geplant, haben wir Grüne immer gewarnt, dass so viel Gewerbefläche dort nie gebraucht werde. Gegen kleinere Gewerbeansiedlungen, die tatsächlich zu einem Flughafen passen, ist auch aus meiner Sicht nichts einzuwenden. Ein Hotel oder ein Unternehmen zur Flugzeugewartung zum Beispiel würden den Vorgaben sicher entsprechen.
Weil die großen Flächen aber so überhaupt nicht zu verkaufen waren, hat man sich über einen entscheidenden, verbindlichen Grundsatz des Regionalplans hinweggesetzt: Denn am Airport-Park dürfte nämlich eigentlich nur flughafenaffines Gewerbe angesiedelt werden. Contine reading

Zur Zukunft der Waldbewirtschaftung – Zu Gast im Burgsteinfurter Bagno

Ruesse BagnoWer im Burgsteinfurter Bagno den vielen dort möglichen Erholungs- und Freizeitaktivitäten nachgeht, der denkt wahrscheinlich nicht daran, dass die Zukunft dieses beliebten Waldgebietes auch von der Betreuung durch private und staatliche Förster abhängt. Denn dort gilt es die Beachtung von Naturschutzauflagen, aber auch die Notwendigkeit einer ertragreichen und nachhaltigen Forstwirtschaft miteinander zu verbinden. Um über die damit verbundenen Zukunftsperspektiven einen Gedankenaustausch zu führen, hatte mich die Gewerkschaft der Landesförster NRW  zu einem zweistündigen Rundgang eingeladen. Mit dabei waren auch Erbprinz Carl Ferdinand zu Bentheim und Steinfurt und zwei seiner Bediensteten (Olaf Hoffmann und Henning Buss), so dass alle forstlichen und betriebswirtschaftlichen Themen authentisch beleuchtet werden konnten. Contine reading

Tierhaltung fit für die Zukunft machen!

Bild_Biomarkt_08052017In einer artgerechteren Tierhaltung liegt die Zukunft. Darin sind sich die Grünen Agrarpolitiker Friedrich Ostendorff und Norwich Rüße einig. Bei einer gut besuchten Veranstaltung zur Zukunft der landwirtschaftlichen Tierhaltung im Firmensitz der SuperBiomarkt AG in Münster hatten die beiden Agrarpolitiker viele Angebote an die Landwirtschaft im Gepäck.

Eingangs stellte Friedrich Ostendorff, agrarpolitischer Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion, „dringenden Handlungsbedarf“ fest. Es gelte, „die Entwicklung der vergangenen Jahre zu bremsen und eine andere, nachhaltige und tierfreundliche Agrarpolitik einzuleiten“. Contine reading