Zukunftspakt statt warme Worte – Rede zur aktuellen Agrarpolitik

Norwich Rüße (GRÜNE): Frau Präsidentin! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Die Debatte ist ungefähr so gelaufen, wie ich mir das vorher vorgestellt hatte. Auch der Antrag von CDU und FDP, über den ich reden möchte, geht in die Richtung, dass er auf die aktuellen Demonstrationen der Bäuerinnen und Bauern draußen reagiert und sagt: Mehr Wertschätzung und mehr Anerkennung müssen sein, und moderne Technik muss sein.

(Bianca Winkelmann [CDU]: Aber nicht von den Grünen!)

Liebe Frau Winkelmann, ich finde, da springen Sie mit dem Antrag deutlich zu kurz und landen im Wassergraben.
Denn wenn eine Branche in den letzten 30 Jahren wirklich alles versucht hat, Technik zu nutzen und mit Technik die Produktivität weiter zu steigern, dann ist es die Landwirtschaft. Contine reading

Die gemeinsame Agrarpolitik in Europa – neue Perspektiven für die Landwirtschaft schaffen!

OstendorffNorwich_Rüße_2010Grüne AgrarsprecherInnen aus Bund und Ländern legen ein gemeinsames Positions- und Forderungspapier vor und verlangen die Neugestaltung der gemeinsamen europäischen Agrarpolitik (GAP) für den Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft in ihrer großen und regionalen Vielfalt und als Rückgrat des ländlichen Raums.

Zur Neugestaltung der GAP nach 2020 erklären Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik der Bundestagsfraktion Bündnis90/Die Grünen, Norwich Rüße, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Sprecher für Naturschutz und Landwirtschaft der Landtagsfraktion Bündnis90/Die Grünen in Nordrhein-Westfalen, Gisela Sengl, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Agrarpolitik der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen in Bayern, Bernd Voß, Sprecher für Europa, Verbraucher und Landwirtschaft der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen in Schleswig-Holstein, Martina Feldmayer, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Landwirtschaft, Wald, Gentechnik, Verbraucherschutz, Wohnungspolitik und Kultur der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen in Hessen, Wolfram Günther, Sprecher für Agrarpolitik der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen, Dorothea Frederking, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Agrarpolitik der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen-Anhalt, Martina Braun, Sprecherin ländlicher Raum der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen in Baden-Württemberg und Martin Hahn, Sprecher für Agrarpolitik der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen im Baden-Württembergischen Landtag:

Der ländliche Raum mit seinen Kulturlandschaften ist die Heimat zahlreicher Menschen in Europa. Die bäuerliche und regionaltypische Landwirtschaft in ihrer Vielfalt und Unterschiedlichkeit ist das Rückgrat der ländlichen Räume. Nach wie vor geben jedoch jedes Jahr zu viele bäuerliche Betriebe auf. Dieser Verlust gefährdet Umwelt und Diversität, ein nachhaltiges, regionales Wirtschaften und die gesellschaftliche Stabilität in den ländlichen Räumen in ganz Europa. Contine reading

Grüne Agrarpolitiker fordern sofortige Veränderungen in der europäischen Agrarpolitik

OstendorffNorwich_Rüße_2010Angesichts der schwierigen Lage auch der nordrhein-westfälischen Landwirtschaft fordern die grünen Agrarpolitiker Friedrich Ostendorff und Norwich Rüße gemeinsam mit weiteren Agrarpolitikern von Bündnis 90/Die Grünen umgehende Veränderungen in der europäischen Förderpolitik (siehe unten).

Friedrich Ostendorff:
„Der Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft ist aktuell hochgradig gefährdet. Wir brauchen eine gerechte Verteilung der Landwirtschaftshilfen. Dass 20 Prozent der Betriebe 80 Prozent der Gelder erhalten geht nicht. Darum wollen wir, dass die Betriebsprämie viel stärker als bisher die kleineren und mittleren Betrieben unterstützt, damit wir die bäuerliche Landwirtschaft flächendeckend in Nordrhein-Westfalen erhalten.“

Norwich Rüße:
„Die gesellschaftlichen Anforderungen an die Tierhaltung sind offensichtlich und müssen schnellstmöglich umgesetzt werden. Wir müssen dafür schon jetzt parallel weitere Mittel in die Zweite Säule verlagern, um damit die tiergerechte Haltung von Kühen, Schweinen und Geflügel zu erreichen. Gerade der landwirtschaftliche Standort Nordrhein-Westfalen kann von dieser Förderung massiv profitieren. So erhalten wir unsere Tierhaltung in NRW und machen sie gleichzeitig naturverträglich und zukunftsfähig.“

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