Zur Zukunft der Waldbewirtschaftung – Zu Gast im Burgsteinfurter Bagno

Ruesse BagnoWer im Burgsteinfurter Bagno den vielen dort möglichen Erholungs- und Freizeitaktivitäten nachgeht, der denkt wahrscheinlich nicht daran, dass die Zukunft dieses beliebten Waldgebietes auch von der Betreuung durch private und staatliche Förster abhängt. Denn dort gilt es die Beachtung von Naturschutzauflagen, aber auch die Notwendigkeit einer ertragreichen und nachhaltigen Forstwirtschaft miteinander zu verbinden. Um über die damit verbundenen Zukunftsperspektiven einen Gedankenaustausch zu führen, hatte mich die Gewerkschaft der Landesförster NRW  zu einem zweistündigen Rundgang eingeladen. Mit dabei waren auch Erbprinz Carl Ferdinand zu Bentheim und Steinfurt und zwei seiner Bediensteten (Olaf Hoffmann und Henning Buss), so dass alle forstlichen und betriebswirtschaftlichen Themen authentisch beleuchtet werden konnten. Contine reading

Das Jagdgesetz – Interview der Woche der Emsdettener Volkszeitung

Das „Interview der Woche“ in der Emsdettener Volkszeitung. Immerhin fast eine ganze Seite gibt man dort dem Thema Jagdgesetznovelle. Insgesamt sind wir auf einem guten Weg, die Jagd in NRW zukunftsfest zu mache n und für mehr gesellschaftliche Akzeptanz zu sorgen. Denn es reicht eben nicht aus, dass 75.000 Jägerinnen und Jäger alles so richtig finden, wie sie es machen. Es muss einen breiten gesellschaftlichen Konsens darüber geben, wie in unserem Bundesland gejagt wird. Das schaffen wir mit unserem Ökologischen Jagdgesetz – wir berücksichtigen mehr Schutz des Waldes vor zuviel Wild und mehr Tierschutz bei der Jagd. Wir erleichtern Anträge auf Wildschadensausgleich und wir erlauben kürzere Pachtzeiten, wir verbessern die Möglichkeiten, angeschossenes Wild unmittelbar auch in Nachbarrevieren  nachzusuchen, wie wollen den Nachweis ausreichender Schießfähigkeiten sowie bleifreie Munition. Contine reading

Regelungen folgen Verfehlungen – ein paar Gedanken zum Landesjagdgesetz

Hochsitz_by_Dieter Schütz_pixelio.deSeit über vier Jahren diskutieren wir in Nordrhein-Westfalen heftig das neue Landesjagdgesetz. Dabei geht es zum einen darum, inwieweit die Aufnahme des Tierschutzes in das Grundgesetz auch für das Jagdrecht Folgen haben muss.
Das ist die eine Seite der Medaille. Denn noch viel stärker beschäftigt uns die Frage angepasster Wildbestände, die sich aus der vorhandenen Fläche heraus ohne Zufütterung ernähren können und gleichzeitig keine erheblichen Schäden an Wald und landwirtschaftlichen Nutzflächen anrichten.
Genau da wird es dann aber interessant. Ich bin in den letzten Jahren immer wieder von Bäuerinnen und Bauern, von Gemüsebaubetrieben und von Waldbesitzern angesprochen worden, dass es so wie bisher nicht weitergehen kann. Contine reading

PM: Rüße: Neues Jagdrecht verbessert Ökologie und Tierschutz

Hochsitz_by_Dieter Schütz_pixelio.deZum heute vom Kabinett verabschiedeten Referentenentwurf für ein neues Jagdgesetz erklärt Norwich Rüße, naturschutzpolitischer Sprecher der GRÜNEN Fraktion im Landtag NRW:

„Das neue Gesetz bedeutet vor allem für den Tierschutz einen großen Fortschritt. Füchse und Dachse dürfen nicht mehr gejagt werden, indem Hunde in den Bau, das Zuhause der Tiere, geschickt werden. Das hat oft zu Quälerei geführt, weil sich die Tiere ineinander verbissen haben. Auch bei der Ausbildung der Jagdhunde steht der Tierschutz künftig stärker im Vordergrund. Bisher ist es üblich, Enten die Flügel zusammenzubinden, um sie dann von Hunden jagen zu lassen. Contine reading

Weihnachtsbaumkulturen im Wald endlich geregelt – weitere Ausweitung von Plantagen gestoppt!

Mit den Stimmen von SPD, Grünen und Piraten hat der Landtag Nordrhein-Westfalen gerade eine Änderung des Landesforstgesetzes beschlossen. Damit  wird erstmals der Anbau von Weihnachtsbäumen im Wald geregelt. Dazu erklären Annette Watermann-Krass, forstpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, und Norwich Rüße, naturschutz- und landwirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen im Landtag NRW: Contine reading

Norwich Rüße / Annette Watermann-Krass: Mehr Schutz für Böden und Wälder beim Weihnachtsbaum-Anbau

Norwich_26042013Der Umweltausschuss im Landtag NRW hat soeben dem Gesetzentwurf zur Änderung des Landesforstgesetzes zugestimmt. Darin wird der Anbau von Weihnachtsbäumen erstmals geregelt. Dazu erklären Annette Watermann-Krass, forstpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, und Norwich Rüße, landwirtschaftspolitischer Sprecher der Fraktion von Bündnis 90/DIE GRÜNEN im Landtag NRW:

„Dieser Beschluss ebnet den Weg, unseren Wald vor einer schädigenden Ausbreitung von Weihnachtsbaum-Plantagen zu schützen. Wir brauchen klare Spielregeln zum Schutz unserer Wälder und Böden. Contine reading

Avanti dilettanti! Die CDU und die Klausner-Verträge

Norwich_26042013[Rede zu den sog. Klausner-Verträgen am 26.04.2013, Landtag]

Nicht zum ersten Mal sind die Klausner-Verträge Thema hier im Landtag. Und ich kann Ihnen sagen, nachdem ich die Protokolle, Anträge und Stellungsnahmen der letzten Jahre gelesen habe, bin ich schlichtweg fassungslos. Ich bin fassungslos, weil ich mir einen solchen Dilettantismus nicht vorstellen konnte.

Meine Damen und Herren,

niemand hier stellt in Abrede, dass nach dem Kyrill gehandelt werden musste! Und niemand hier stellt in Abrede, dass es einen enormen Handlungsdruck gab. Aber das entbindet doch niemanden vom Grundsatz der Sorgfalt!

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